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OM651 – Steuertrieb, Schwächen und was du beim Kauf prüfst

Steuertrieb
Steuerkette

Der OM651 ist der millionenfach gebaute Mercedes-Weltmotor – vom Taxi bis zum Sprinter. Er hat zwei historische Großbaustellen, und für beide gilt: Man kann sie beim Kauf systematisch prüfen. Die wichtigste Regel vorweg: Beim OM651 entscheidet die Motorvariante, nicht das Gefühl. Ob 200, 220 oder 250 CDI macht bei diesem Motor den Unterschied zwischen "unkritisch" und "Nachweis verlangen".

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MarkeModellMotorBaujahre
mercedesa200d2012–2018
mercedesa220d2012–2018
mercedesb200d2012–2018
mercedesb220d2012–2018
mercedesc200d2009–2014
mercedesc220d2009–2018
mercedesc250d2009–2018
mercedescla 200d2013–2019
mercedescla 220d2013–2019
mercedese200d2009–2016
mercedese220d2009–2016
mercedese250d2009–2016
mercedesgla 200d2014–2019
mercedesgla 220d2014–2019
mercedesglc 220d2015–2019
mercedesglc 250d2015–2019
mercedesgle 250d2015–2018
mercedesglk2008–heute
mercedesml 250d2011–2015
mercedesv220d2014–2019
mercedesv250d2014–2019
mercedesvito2010–2019

Den Motorcode findest du im Zulassungsschein sowie auf dem Motorblock.

Technische Daten

KraftstoffDiesel
SteuertriebSteuerkette
Hubraum1796–2143 cm³
Bauzeit2008–2018

Typische Schwächen

Großbaustelle 1: die Piezo-Injektoren – mit klarer Motorcode-Regel.

Die frühen Delphi-Piezo-Injektoren konnten ausfallen, typisch schon um 50.000 km: Notlauf, im schlimmen Fall ein undichter Injektor bis hin zum Kolbenschaden. Über 300.000 Fahrzeuge wurden zurückgerufen, die Umrüstung war kostenlos und ist nicht ans Serviceheft gebunden. Wer betroffen ist, hängt an der Variante:

Großbaustelle 2: die Steuerkette.

Eine Simplex-Einfachkette, verbaut hinten an der Getriebeseite. Längung und Spanner-Verschleiß typisch ab 100.000–150.000 km – bei viel Start-Stopp und Kurzstrecke (Stadtverkehr, Lieferdienst) deutlich früher. Der OM651 ist ein Interferenzmotor: Ein Kettensprung ist ein kapitaler Motorschaden. Der fachgerechte Wechsel bedeutet Motorausbau. Zusatzpunkt: Für Produktionszeitraum Februar bis November 2014 gab es einen Rückruf wegen fehlerhafter Kettenspanner-Dichtung – Ölaustritt auf den Krümmer, Brand- und Motorschadengefahr.

Sekundär: Undichte Wasserpumpe bzw. Kühlmittelstutzen am Zylinderkopf (stille Kundendienst-Maßnahme), Ölkühler-Lecks, ein klemmendes Ölpumpen-Regelventil (Öldruckabfall → Lagerschaden), AGR und DPF im Alter.

Und das Abgasthema: Für mehrere Modelle (u. a. C/GLC 220d und 250d, Vito) gab es KBA-Rückrufe wegen der Abschalteinrichtung – der Update-Status gehört geprüft.

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Was es kostet, wenn es schiefgeht

Der fachgerechte Kettenwechsel mit Motorausbau liegt bei etwa 2.500–5.000 € (bei Mercedes selbst am oberen Ende). Es kursieren günstigere Behelfslösungen mit offener Niet-Kette ohne Gleitschienen-Tausch – das ist die halbe Sache. Ein Kettensprung ist beim Interferenzmotor ein kapitaler Schaden.

Injektoren kosten einzeln mehrere hundert Euro pro Stück – die Umrüstung lief historisch meist auf Herstellerkosten. Wasserpumpe, Stutzen und Ölkühler sind moderat.

Die gute Nachricht zum Schluss: Mit intakter Historie und Langstreckenprofil sind 300.000 km und mehr erreichbar – der OM651 ist nicht umsonst der Taxi-Motor.

Wie CarBuddy24 das prüft

Wir übernehmen keine Angabe aus einer einzigen Quelle. Jede Aussage zum Steuertrieb muss von mehreren unabhängigen Quellen gedeckt sein – und wo die Praxis entscheidet, fragen wir unsere Partnerwerkstatt. Wo wir uns nicht sicher sind, schreiben wir das hin, statt zu raten.

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